Demonstration SEEBRÜCKE "Stoppt das Sterben im Mittelmeer!"

Freitag, 20. Juli 2018 - 18:00

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Aufruf

Seebrücke Bonn

Stoppt das Sterben im Mittelmeer

Schafft Sichere Häfen – Refugees Welcome!

Demonstration in Bonn

Freitag, 20. Juli, 18.00 Uhr

Marktplatz Bonn

Im Juni 2018 starben über 600 Menschen auf ihrer Flucht im Mittelmeer. Gleichzeitig hindern rechte Regierungen zahlreiche Rettungsschiffe von Hilfsorganisationen am Auslaufen aus europäischen Häfen gehindert wurden. Das Rettungsschiff Lifeline durfte keine Häfen anfahren und die Crew war gezwungen, mit hunderten teils schwer Erkrankten tagelang auf offener See zu verweilen. Der Kapitän steht seither mit fadenscheiniger Begründung vor Gericht.

Seehofer, Salvini und Kurz treten Menschenrechte mit Füßen

Unmenschlichkeit und Scheinheiligkeit haben ein unerträgliches Maß angenommen. Zugunsten der Abschottung Europas lassen Politiker*innen, die gerne von christlichen oder westlichen Werten reden, bewusst Menschen auf dem Mittelmeer ertrinken. Sie kriminalisieren diejenigen, welche Leben retten.

Die Hilfsorganisation Seawatch meldet, dass nicht nur ihre Rettungsschiffe, sondern auch ihr Erkundungsflugzeug festgesetzt ist. Die Flüchtenden sollen einfach ertrinken. Und das bitte unbemerkt.

In Europa treiben treiben rechte und neonazistische Populist*innen das übrige Parteienspektrum vor sich her. Seehofer, Salvini, und Kurz nutzen die Not von Menschen auf hoher See aus um ihre widerliche Agenda durchzusetzen.

Fluchtursachen bekämpfen

Flucht ist Ausdruck globaler Ungerechtigkeit und wirtschaftlicher Ausbeutung, von Kriegen, Grundrechtsverletzungen und Diskriminierung gegen Minderheiten. Unsere Forderung ist, Fluchtursachen zu bekämpfen, nicht die Flüchtenden. Migration ist und war schon immer Teil unserer Gesellschaft! Anstatt die Grenzen dicht zu machen, brauchen wir ein offenes Europa, solidarische Städte, sichere Häfen und legalisierte Fluchtwege.

Seehofers Plan ist es, dass keine Rettungsschiffe mehr auslaufen können. Wir wollen genau das Gegenteil: Nicht weniger Rettung, sondern viel, viel mehr!

Es reicht! Jetzt muss etwas passieren!

In diesen Minuten, Stunden, und Tagen laufen weiterhin überfüllte und seeuntaugliche Boote aus den Häfen Libyens aus. Die meisten werden nicht mehr auf Hilfe hoffen können, denn aufgrund der angespannten Situation ist kein einziges Rettungsschiff mehr auf dem Mittelmeer. Das heißt: Es sterben nach wie vor Menschen an Europas Grenzen. Das ist eine unfassbare humanitäre Katastrophe, die gestoppt werden muss.

Wir wollen am kommenden Freitag mit allen Menschen demonstrieren, denen das Leben flüchtender Menschen nicht egal ist. Dabei wollen wir ein großes, buntes, vielfältiges Bild der Solidarität vermitteln und uns gegen den Rechtsruck in Deutschland und Europa stellen. Als ein Teil unserer Demo werden wir auch zu einem stillen Moment des schmerzhaften Gedenkens an die Toten zusammenkommen.

 

Kontakt und Meldung weiterer Unterstützer*innen:

Daniel: 0163 489 3657, daniel.hofinger@posteo.de

Adresse: 
regelmäßiger Termin: 
nein