04.09.2026 Auf die Parlamentarische Anfrage der Linken im Bundestag antwortete das Innenministerium mit aktuellen Zahlen für das erste Halbjahr 2026. Demnach ging die Zahl der Menschen auf 3,5 Millionen zurück, die mit Schutzstatus, Aufenthaltsrecht oder unsicherem oder ungeklärtem Aufenthaltsstatus als Flüchtlinge in Deutschland leben.
... um rund 20.000 auf etwa 3,5 Millionen gesunken.
Gründe für den Rückgang seien Abschiebungen, Ausreisen und Einbürgerungen.
Vor allem die Zahl neu ankommender Schutzsuchender aus der Ukraine geht weiter zurück. Im Juni beantragten nach Angaben des Innenministeriums nur noch 3919 Ukrainer Schutz in Deutschland. Zugleich wurden im ersten Halbjahr 31.662 Ausreisen von Ukrainern registriert. (DW)
Angesichts dieser Zahlen kritisierte Clara Bünger (MdB Die Linke), dass trotz des Rückgangs an Kürzungen für Integration und Sozialleistungen, an Abschiebungen und der Abschottung Europas festgehalten wird.
- DW 04.09.2026 Zahl der Flüchtlinge in Deutschland leicht gesunken
Vor allem aus der Ukraine kommen deutlich weniger Schutzsuchende nach Deutschland. Die Linke kritisiert dennoch geplante Kürzungen bei Sozialleistungen und den Kurs der Bundesregierung bei Abschiebungen.
Die Zahl der in Deutschland lebenden Flüchtlinge ist im ersten Halbjahr 2026 um rund 20.000 auf etwa 3,5 Millionen gesunken. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linken im Bundestag hervor, über die zuerst die "Neue Osnabrücker Zeitung" berichtete.
Gründe für den Rückgang seien Abschiebungen, Ausreisen und Einbürgerungen. Von den insgesamt 3,507 Millionen in Deutschland lebenden Flüchtlingen haben laut Bundesregierung rund 438.000 Menschen, also 12,5 Prozent, einen unsicheren oder ungeklärten Aufenthaltsstatus. Alle übrigen verfügen über ein Aufenthaltsrecht oder einen anderen Schutzstatus.
Vor allem die Zahl neu ankommender Schutzsuchender aus der Ukraine geht weiter zurück. Im Juni beantragten nach Angaben des Innenministeriums nur noch 3919 Ukrainer Schutz in Deutschland.
Zugleich wurden im ersten Halbjahr 31.662 Ausreisen von Ukrainern registriert. ...
Die flüchtlingspolitische Sprecherin der Linken, Clara Bünger, kritisierte vor diesem Hintergrund die Pläne der Bundesregierung für neu eingereiste Ukraine-Flüchtlinge. Sie sollen künftig Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten und damit nicht mehr nach den bislang geltenden regulären Sozialleistungssystemen unterstützt werden.
... Statt über weitere Gesetzesverschärfungen und Abschiebungen zu debattieren, müsse stärker daran gearbeitet werden, Geflüchtete schnell in Arbeit und Gesellschaft zu integrieren, forderte sie.
Bünger kritisierte zudem die Migrationspolitik der Europäischen Union. Immer weniger Schutzsuchende schafften es, die "hochgerüsteten und vorverlagerten Grenzen der EU" zu überwinden. Mit Blick auf die Todesfälle auf den Fluchtrouten über das Mittelmeer sagte sie: "Zehntausende sind im Mittelmeer ertrunken, eine beschämende Bilanz." ...