Termine

Termine

Im Kalender finden Sie Informationsveranstaltungen und Treffen, Aktionen, Demonstrationen, Feste, Theateraufführungen, Lesungen usw. rund um die Themen Flucht, Migration, Asyl und interkulturelle Gesellschaft in Bonn.

Wollen Sie einen flüchtlingspolitischen Termin bekanntgeben? Dann schicken Sie bitte eine Mail an termine@weltoffen-bonn.de

13
März

Lesung aus „Die Demokratie der anderen“ mit Souad Lamroubal und Podiumsgespräch

Lesung aus „Die Demokratie der anderen“ mit Souad Lamroubal, anschließendes Podiumsgespräch zur Frage „Demokratie leben in Bonn – wo stehen wir in der Integrationsarbeit?“

19.00-21.00 Uhr im Haus Mondial, Fritz-Tillmann-Straße 9, 53113 Bonn

„Der Wunsch nach Zugehörigkeit in einer Demokratie prägt viele Menschen. Aber für wen ist wirklich Platz in unserer Gesellschaft? Steht sie allen offen oder nur Menschen, die sich anpassen und bereit sind, ihre kulturellen Werte über Bord zu werfen und einer diffusen Vorstellung vom »Deutsch-Sein« zu entsprechen?“

Mit diesen Fragen setzt sich Souad Lamroubal in ihrem Buch „Die Demokratie der anderen“ auseinander und gewährt dabei sehr persönliche Einblicke in ihre Gedanken und Gefühle. Im anschließenden Podiumsgespräch richten wir den Blick auf Integration und gesellschaftliche Teilhabe in Bonn. Gemeinsam gehen wir der Frage nach, warum die Schlange vor dem Ausländeramt scheinbar nie kürzer wird. Was braucht es in Bonn, um Menschen, die hier Fuß fassen wollen, besser zu begleiten – und ihnen durch gelingende Integration Selbstbestimmung und Autonomie zu ermöglichen?

Moderation:
Astrid Lethert, Moderatorin für gesellschaftspolitische Diskurse / DAZ e.V.
Souad Lamroubal, Migrationsexpertin, Autorin und Kommunalbeamtin

Gäste auf dem Podium:
Guido Déus, Oberbürgermeister Stadt Bonn
Azra Zürn, Dezernentin für Schule, Soziales und Jugend
Jürgen Hindenberg, Geschäftsführer Berufsbildung und Fachkräftesicherung IHK
Gabi Al-Barghouthi, Fachbereichsleitung Kinder, Jugend und Familie der Bonner Caritas
Veli Stollaj, Koordination Geflüchtetenarbeit „ChancenVielfalt“, Diakonisches Werk Bonn und Region

Alle Veranstaltungen mit Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier auf der Seite des Ev. Forums & hier als kompletten Beitrag des Kirchenkreises.

18
März

Mahnwache für Menschenrechte und sichere Fluchtwege

156. Mahnwache der Seebrücke-Lokalgruppe Bonn

Remigiusplatz

bis 19 Uhr

18
März

HoR-Netzwerktreffen: Runder Tisch für Engagement und Vielfalt

bis 20 Uhr

Runder Tisch für Engagement und Vielfalt ist ein offener Treff zur Vernetzung für Vereine, Initiativen und engagierte Menschen, die sich für interkulturellen Austausch, Integration und das Zusammenleben in Vielfalt einsetzen.

Am Mittwoch, den 18. März 2026, ist das Cafe im MIGRApolis Haus der Vielfalt ab 18:00 Uhr für Alle geöffnet, die sich austauschen und vernetzen möchten. Jede*r ist herzlich willkommen, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Runder Tisch für Engagement und Vielfalt findet einmal im Quartal im MIGRApolis – Haus der Vielfalt statt; nächste Termine:

  • am 03. Juni 2026 (ab 18:00 Uhr).
  • am 09. September (ab 18:00 Uhr).
  • am 09. Dezember 2026 zum HoR Jahresabschluss (ab 18:00 Uhr).

Ansprechpartner*innen: Dr. Philip Gondecki-Safari, Anna Heinzel & Ayham Nabuti, hor-bonn@bimev.de 

Der Runde Tisch für Engagement und Vielfalt ist eine Vernetzungsmaßnahme im Rahmen der Angebote des House of Resources Bonn, getragen vom Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM) e.V.

24
März

„Da brauchst du mir gar nichts zu erzählen!“ Argumentationstraining gegen Stammtischparolen

Aus dem Programm der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2026, Amt für Integration und Vielfalt

Referent: Max Barnewitz, Initiative STREIT/FÖRDERER
24. März 2026 | 10:30 bis 17:20 Uhr
Ort: Altes Rathaus, Raum 1.17, Rathausgasse 5-7, 53111 Bonn

Wer kennt das nicht: Im Rahmen des Ehrenamts, in der Nachbarschaft oder in der Familie werden abwertende oder gar hasserfüllte Aussagen getätigt – und man sucht irritiert und überrumpelt nach einer angemessenen Reaktion. In solchen Konfrontationen droht dabei oft eine lähmende Ohnmacht.
Dabei lebt die Demokratie von (auch) kontrovers geführten Auseinandersetzungen. 
Deswegen ermutigt der Workshop dazu, sich auch an unbequemen Auseinandersetzungen zu beteiligen. Handlungsorientiert und alltagsnah erarbeiten wir Strategien, wie sich gezielt und demokratisch auf Stammtischparolen reagieren lässt.
Anmeldung bis zum 19. März: integrationundvielfalt@bonn.de

04
Apr.

Bonner Ostermarsch 2026 "Ja zu unserer Zukunft! Kriegsvorbereitung stoppen!"

Aus den Forderungen, die beim Bonner Ostermarsch erhoben werden:

Schutz und Asyl für Kriegsdienstverweigerer und Deserteure! Flüchtende solidarisch aufnehmen und Fluchtursachen bekämpfen!

13 Uhr - Auftakt: Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer 

Demonstration mit Aktionen und Musik auf der Strecke

15 Uhr - Kundgebung: Münsterplatz

 

Aufruf zum Bonner Ostermarsch 2026:

Wir gehen auf die Straße

  • für zivile Konfliktlösungen und Verhandlungen zur Beendigung von Kriegen
  • für die Anerkennung und Stärkung des Völkerrechts
  • für die Abschaffung von Atomwaffen
  • für verbindliche Rüstungsbegrenzung und Abrüstung
  • für Klimaschutz, Bildung und Ausbau des Sozialstaats
  • für solidarisches Zusammenleben und internationale Solidarität

Die Anzahl der Kriege und bewaffneten Konflikte weltweit, u.a. in Gaza, in der Ukraine, in den
kurdischen Gebieten und Sudan, erreichte 2024/2025 ein historisches Hoch und verursachte
unendliches Leid, forderte unzählige Opfer und trieb Millionen in die Flucht. Der Kampf um die
Neuaufteilung der Welt ist in vollem Gange. Es geht um Märkte, Rohstoffe und Einflusssphären.
Souveräne Staaten werden bedroht und angegriffen, internationale Organisationen geschwächt und
Rüstungskontrollverträge gekündigt. Das Völkerrecht wird offen sabotiert. Entscheiden soll nur die
Macht des Stärkeren.
Die Ausgaben für das Militär explodieren. Sie stiegen jährlich weltweit auf 2,4 Billionen Euro
(Stand 2024). Das wäre genug, um den Hunger in der Welt zu beseitigen, jedem eine
Gesundheitsversorgung und Bildung zukommen zu lassen und effektiv die Klimakatastrophe zu
bekämpfen.
Deutschland macht hierbei nicht nur mit, sondern stellt sich an die Spitze. Die deutschen
Militärausgaben stiegen im Jahr 2024 um 28 Prozent und lagen 2025 bei über 80 Milliarden Euro.
Somit ist Deutschland bei den Militärausgaben weltweit auf dem 4. Platz. Und diese Ausgaben
sollen perspektivisch verdreifacht werden, um das 5%-Ziel der NATO zu erreichen.
Die Aktienkurse der Rüstungskonzerne schießen in die Höhe. Der innerhalb von 5 Jahren um 1.900
% gestiegene Aktienkurs von Rheinmetall steht dabei nur exemplarisch für den Rüstungswahnsinn.
Krieg ist ein gutes Geschäft.
Ergänzt wird die deutsche Aufrüstung durch die Stationierung von US-amerikanischen
Mittelstreckenraketen im Herbst dieses Jahres. Zusammen mit den immer noch in Büchel/Eifel
lagernden US-Atomwaffen erhöhen sie die die Gefahr eines atomaren Krieges in Mitteleuropa.
Auch das Festhalten an der nuklearen Teilhabe, die Bestellung von 35 F-35-Kampfflugzeugen als
Transportmittel für die Atombomben und der wiederholte Ruf nach eigenen Atomwaffen steigern
diese Gefahr.
Die deutsche Aufrüstung hat ihren Preis. Uns wird weisgemacht, dass für notwendige
Sozialausgaben kein Geld da sei. Es fehlen Mittel zur Bekämpfung der um sich greifenden Armut von
Kindern, Jugendlichen und alten Menschen. Die Krankenhäuser sind überlastet, die Schulen marode
und die Brücken einsturzgefährdet. Dies geht einher mit weitreichenden Kürzungen im sozialen
Bereich, wie der geplanten Abschaffung des Pflegegrad 1 oder die verschärften Sanktionen in der
Grundsicherung. Auch die Bewältigung der Klimakrise, eine der größten Bedrohungen unserer Zeit,
scheint vollkommen irrelevant geworden sein.
Gleichzeitig erleben wir eine zunehmende Militarisierung des Alltags. Plakate der Bundeswehr
säumen die Straße, Jugendoffiziere werben in den Schulen, die Wehrpflicht wird Schritt für Schritt
wieder eingeführt. Mit dem „Operationsplan Deutschland“ sollen alle Bereiche kriegstüchtig
gemacht werden. Dafür werden Bedrohungsszenarien aufgebaut, um die Bevölkerung auf Krieg
einzustimmen. Ständig wird uns eingehämmert, dass Deutschland sich verteidigen können muss,
weil Russland angeblich eine Bedrohung der europäischen Sicherheit darstelle. Obwohl Russland
auch auf militärische Gewalt setzt, wie der Krieg gegen die Ukraine zeigt, ist die Annahme, dass
Russland in wenigen Jahren in ein NATO-Staat einmarschieren wird, jedoch realitätsfern.
Selbst ohne die USA sind die NATO-Staaten Russland militärisch weit überlegen, wie spätestens
die "Wann ist genug?"-Studie von Greenpeace in 2024 zeigte. Wozu brauchen wir die Steigerung
der jetzt schon bestehenden militärischen Überlegenheit? Sicher nicht für eine friedliche Zukunft!
Gegen diese Aufrüstung, Krieg und Militarisierung setzen wir auf eine Politik des solidarischen
Zusammenlebens. Wir fordern zivile Konfliktlösungen; Spannungen und Kriege müssen durch
Verhandlungen beendet und Militärbündnisse, wie z.B. die NATO überwunden werden. Wir setzen
uns ein für Verträge über Rüstungsbegrenzungen, für die Ächtung von Atomwaffen und eine
massive Abrüstung. Um Spannungen zu überwinden, setzen wir auf internationale Solidarität,
Gerechtigkeit und Zusammenarbeit.
Dafür brauchen wir den Ausbau des Völkerrechts als Garant für ein Zusammenleben aller
Menschen ohne Krieg, Hunger und Not.
Für diese Ziele machen wir uns stark. Die Schulstreiks gegen die Wehrpflicht geben uns Mut und
zeigen, wie ein Widerstand gegen die Militarisierung aussehen kann. Um eine breite
Friedensbewegung zu ermöglichen - und eine solche ist erforderlich - müssen wir in unseren
Schulen und Universitäten, in Betrieben und Wohnvierteln aktiv werden. Für eine solidarische und
friedliche Welt! Sagen wir NEIN zur Kriegsvorbereitung und JA zu unserer Zukunft!
Wir fordern

  • Sofortige Beendigung aller Kriege!
  • Keine Aufrüstungsprogramme! Keine Produktion und Beschaffung von Angriffswaffen! Vergesellschaftung der Rüstungsproduktion! Keine Rüstungsexporte!
  • Keine Auslandseinsätze! Keine Rüstungsexporte!
  • Keine Wehrpflicht und keine Zwangsdienste! Kein Werben fürs Sterben – Bundeswehr raus aus den Schulen!
  • Keine US-Mittelstreckenraketen in Deutschland! Beitritt zum UN-Atomwaffenverbotsvertrag! Nein zur atomaren Teilhabe! Europa atomwaffenfrei! Hierfür muss sich die Stadt Bonn als Mitglied des Städtebündnisses „Mayors for Peace“ verstärkt einsetzen.
  • Anstelle von Rüstung müssen Investitionen in zivile Projekte und Bedarfe höchste Priorität haben.
  • Schutz und Asyl für Kriegsdienstverweigerer und Deserteure! Flüchtende solidarisch aufnehmen und Fluchtursachen bekämpfen!

Dabei kann es kein Zusammengehen mit Rechtsradikalen und Faschisten geben, weder in
Deutschland oder Europa noch in anderen Teilen der Welt.

Beschlossen am 17.02.2026
Kontakt: ostermarsch@naturfreundebonn.de