28.03.2026 Allen Protesten und Bemühungen zum Trotz wurde die sogenannte Rückführungsverordnung der EU inklusive der Abschiebungszentren (Return Hubs) in Drittstaaten außerhalb der Europäischen Union, auch für Familien mit Kindern, sowie die geplante Ausweitung der Abschiebehaft jetzt parlamentarisch beschlossen.
Das Zustandekommen der parlamentarischen Mehrheit durch die mittlerweile belegte Absprachen der CDU/CSU-geführten EVP mit der extremen Rechten wurde in den Medien hervorgehoben. Die AfD jubelt über die erneute Gemeinsamkeit, die in der Regelmäßigkeit schon keinen "Tabubruch" mehr darstellt.
Medienstimmen:
- Tagesschau 26.03.2026 EVP stimmt mit Rechtsaußen-Parteien für härtere Asylregeln
Das Europaparlament hat sich für strengere Abschieberegeln ausgesprochen - die Konservativen um CSU-Politiker Weber stimmten dazu erneut mit den rechten Parteien im Parlament, auch der AfD...
- Zeit 26.03.2026 EU-Parlament stimmt für Abschiebezentren außerhalb der EU
Das Europäische Parlament hat eine umstrittene Verschärfung der EU-Asylpolitik auf den Weg gebracht. Rechte Abgeordnete feierten die Entscheidung mit lautem Applaus....
- Legal Tribune Online 26.03.2026 Rechte Mehrheit im EU-Parlament stimmt für Abschiebezentren
Das EU-Parlament hat die Rückführungsverordnung beschlossen. Möglich war das mit den Stimmen von CDU und CSU und rechten Parteien. Das Vorhaben soll Abschiebezentren in Drittländern ermöglichen...
- Pressemitteilung Pro Asyl Beschluss der europäischen Rückführungsverordnung: Frontalangriff auf die Rechte Schutzsuchender
26.03.2026 Heute haben die EVP-Fraktion und die extremen Rechten im Europaparlament die neue Rückführungsverordnung durchgebracht. Der Abstimmung vorangegangen waren Absprachen (WhatsApp-Chatgruppen und persönliche Treffen) von Vertretern der EVP-Fraktion mit den extremen Rechten im Europaparlament.
Diese Absprachen waren auf massive Kritik gestoßen. Unter anderem hatten fast 200 deutsche Organisationen die Unionsparteien und die Europäische Volkspartei in einem Offenen Brief dazu aufgefordert, jede Zusammenarbeit mit der extremen Rechten im Europäischen Parlament auszuschließen.
Dazu sagt Karl Kopp, Geschäftsführer von PRO ASYL: „Die EVP hat die Rückführungsverordnung gemeinsam mit Parteien der extremen Rechten durchgedrückt. Das ist ein Frontalangriff auf die Rechte Schutzsuchender – und ein gefährliches Signal für das europäische Projekt. Wer so handelt, überschreitet erneut eine rote Linie und reißt die Brandmauer gegen Demokratiefeinde und Europagegner ein.“
Die nun beschlossene Rückführungsverordnung ist menschenrechtlich inakzeptabel. Besonders schwer wiegen die vorgesehenen Abschiebungszentren (Return Hubs) in Drittstaaten außerhalb der Europäischen Union, auch für Familien mit Kindern, sowie die geplante Ausweitung der Abschiebehaft.
Aktion heute: Noch heute hatten Vertreter*innen mehrerer zivilgesellschaftlicher Organisationen, darunter PRO ASYL, vor der CDU-Parteizentrale in Berlin eine rote Linie gebildet mit der Aufforderung an Unionsparteien und EVP, diese rote Linie (koordinierte Zusammenarbeit mit der extremen Rechten) nicht erneut zu überschreiten. Diese rote Linie bildeten die rot gekleideten Menschen vor einer symbolischen Brandmauer, beschriftet mit Grundrechten.