05.11.2026 Verschiedene Medien griffen heute die Angaben auf, die MdB Clara Bünger auf ihre Anfrage nach Abschiebungen erhielt:
Die Zahl der Abschiebungen aus Deutschland sinkt zwar seit einiger Zeit, die Rückführungen in die Türkei nehmen jedoch entgegen diesem Trend weiter zu.
Aus den Daten des Bundesinnenministeriums geht außerdem hervor, dass Abschiebungen nach Syrien, vor allem von Straftätern, schwierig bleiben, in Einzelfällen jedoch möglich sind. Seit Jahresbeginn gab es den Angaben zufolge bisher sechs Abschiebungen nach Syrien.
Von den 14.324 Menschen, die zwischen Anfang Januar und Ende September aus Deutschland abgeschoben wurden, wurden 2.025 Personen in die Türkei gebracht. Die Türkei ist damit das Zielland der meisten Abschiebungen, gefolgt von Georgien mit 883 Abgeschobenen und Algerien, wohin 629 Menschen zurückgebracht wurden. Algerische Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Deutschland grundsätzlich ein Visum, während Georgier mit biometrischem Reisepass für kurze Besuche visumfrei einreisen dürfen.
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist ein Rückgang der Abschiebungen um rund 18,9 Prozent zu verzeichnen. (alles ZEIT)
- ZEIT 05.11.2026: Abschiebungen aus Deutschland: Mehr Abschiebungen in die Türkei
Wie im Vorjahr führten von Januar bis September die meisten Abschiebungen in die Türkei. Insgesamt ist die Zahl der Menschen, die ausreisen mussten, gesunken.
- Handelsblatt 05.11.2026 Gegen den Trend: Mehr Abschiebungen in die Türkei
Mehr als 2.000 Menschen wurden bis Ende September in die Türkei abgeschoben – während Rückführungen insgesamt rückläufig sind. Schaut man auch auf freiwillige Ausreisen, ist der Trend weniger klar.