Liebe Leserinnen und Leser, liebe in Asylpolitik und um geflüchtete Menschen Engagierte in Bonn,
sicher bleiben uns lange die Bilder aus Ceuta vor Augen und die Nachrichten im Gedächtnis: Zehntausende erschöpfte, aber hoffnungsvolle Menschen kamen nach Ceuta, um Europa zu erreichen. Sie kamen aber nicht an das Ziel, für das sie ihr Leben riskiert hatten: in den Schengenraum. 140 Menschen starben bei dem spektakulären Versuch, die Abschottung Europas zu umgehen. Die hohe Zahl von Todesopfern bei einem Ereignis wirft erneut ein Schlaglicht auf die unmenschliche Festung Europa, während täglich andere auf den gefährlichen Fluchtwegen still und weitgehend unbemerkt sterben. Wir trauern um alle und fragen: Wie viele Menschen müssen noch sterben, bis ihr Menschenrecht auf Leben und Zukunft in Sicherheit akzeptiert wird?!
Wie so oft schwappte schnell das Lieblingsthema der Rechten und Rechtsextremen aus allen Kanälen: die angebliche Migrationskrise. Nicht der Tod von mehr als 140 meist jungen Menschen stand da im Vordergrund, sondern der Ruf nach noch mehr Abwehr von Migrant*innen und die unverhohlene Kritik an der Haltung der spanischen Regierung, die es im Interesse des Landes gewagt hatte, langjährig im Land lebende "Illegale" Arbeitskräfte und ihre Familien zu legalisieren. Gerne dabei sind neben der neuen Allianz zwischen der italienischen Extremrechten Meloni und der dänischen Sozialdemokratin Frederiksen deutsche Politiker*innen, denen die Abschottung auch nach GEAS nie genug ist. Manfred Weber profiliert sich weiter.
In den neuen Beiträgen geht es um Stimmen zu den Vorfällen von Ceuta, die mehrmals gesammelt wurden, daneben werden andere Entwicklungen und Ereignisse thematisiert.
Den aktuellen Newsletter empfehle ich empfehle ich der geschätzten Aufmerksamkeit und grüße herzlich
Susanne Rohde
Termine
- Di 25.08.2026 Online-Input und -Austausch: Abschiebungen [o. V.]
- Do 03.09.2026 Start der Bezahlkarte-Tauschaktion in Bad Godesberg
- Sa 19.09.2026 Königswinter: „Vielfalt statt Einfalt“ – Musikfestival
- So 04.10.2026 Bonner Kultur- und Begegnungsfest „Vielfalt!“
- weiter jeden Donnerstag Solidarische Tauschbörse Abolish Bezahlkarte
Forum : Bonn und NRW
- FRNRW zur Integration im Alltag: Arbeit, Bildung, Wohnen und Teilhabe für Flüchtlinge in NRW 11.08.2026 Aus Anlass des bevorstehenden Jubiläums "40 Jahre Flüchtlingsrat NRW" bewertet dieser heute in einer Zusammenstellung die Situation geflüchteter Menschen im Bundesland: 10.08.2026 ... Im aktuellen Beitrag anlässlich des 40-jährigen Jubiläums des Flüchtlingsrat NRW beschäftigt sich die Geschäftsstelle des FRNRW mit seinem inhaltlichen Kernthema: der [...] weiterlesen
- NRW: Gesetzliche Neuregelung zur Gesundheitsversorgung minderjähriger Flüchtlinge 29.07.2026 Aus Aktuell des Flüchtlingsrates Gesundheitsversorgung von Minderjährigen im Grundleistungsbezug Ein aktuelles Informationsschreiben des Ministeriums für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen (MKJFGFI) an die zuständigen kommunalen Leistungsbehörden vom 21.07.2026 erläutert die gesetzliche Neuregelung zur Gesundheitsversorgung minderjähriger Flüchtlinge im AsylbLG-Grundleistungsbezug. Durch die Anpassung haben sie nun [...] weiterlesen
- Korrektur: Bezahlkarte-Tauschaktion in Bad Godesberg startet im September 29.07.2026 Der Beginn der Bezahlkarte-Tauschaktion in Bad Godesberg ist verschoben worden, weil der Termin in den Sommerferien nicht sinnvoll war. Hintergrund: Rücktauschmöglichkeit für solidarische Personen ist an den Sonntagen nach den Gottesdiensten der Johannes-Kirchengemeinde vorgesehen, die finden aber in den Ferien zu unregelmäßig statt. Neuer Starttermin: Donnerstag, 03.09, 16:00 Uhr, Zanderstr. 22/3. Rücktausch für solidarische Menschen: 06.09., 11:30 Uhr, = nach dem Gottesdienst [...] weiterlesen
- 75 Jahre Genfer Flüchtlingskonvention - Forderungen des Flüchtlingsrat NRW in Zeiten von GEAS 29.07.2026 Presseerklärung des FRNRW:... Vor 75 Jahren, am 28.07.1951, verabschiedeten die Vereinten Nationen unter dem Eindruck der leidvollen Vertreibungs- und Verfolgungserfahrungen des Zweiten Weltkriegs die Genfer Flüchtlingskonvention (GFK). Seither garantiert dieses – mittlerweile von fast 150 Staaten ratifizierte – Abkommen die unveräußerlichen Rechte von schutzsuchenden Menschen und bildet den [...] weiterlesen
Forum : Bund
- OVG stellt klar: Regelungen der neuen EU-Asylverfahrensverordnung dürfen nicht auf davor gestellte Asylanträge angewendet werden 10.08.2026 Der FRNRW weist auf eine weitere wichtige juristische Entscheidung hin: ... die Regelungen der neuen EU-Asylverfahrensverordnung (EU) 2024/1348 sowohl im behördlichen Verfahren als auch bei gerichtlichen Entscheidungen [gelten] ausschließlich für Anträge, die ab dem 12. Juni 2026 eingereicht wurden. Für alle zuvor gestellten Asylanträge verbleibt es zwingend bei der Anwendung der bisherigen Rechtslage nach dem Asylgesetz alter Fassung. [...] weiterlesen
- Dublin-Fälle: Leistungsberechtigten dürfen Grundleistungen nicht pauschal entzogen entzogen 10.08.2026 Eine Eilentscheidung von bundesweiter Bedeutung zum AsylbLG traf das Landessozialgericht Baden-Württemberg. Aus 07.08.2026 | Aktuell des Flüchtlingsrates NRW: ... Das Landessozialgericht Baden-Württemberg hat den Leistungsausschluss für Personen in sogenannten Dublin-Fällen gekippt. Mit Beschluss vom 30. Juli 2026 im Eilverfahren [...] weiterlesen
- Gutachten zur unentgeltlichen Rechtsauskunft im Rahmen der GEAS-Umsetzung in Deutschland 05.08.2026 Aus Aktuell des FRNRW vom 03.08.2026: ... In der rechtswissenschaftlichen Untersuchung „Gutachten zur unentgeltlichen Rechtsauskunft gem. § 12 a und 12 b AsylG im Rahmen der GEAS-Umsetzung in Deutschland“ analysieren Prof. Dr. Nora Markard u. a. die völker- und europarechtlichen Vorgaben für die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems. Das im Juli 2026 von Erik Marquardt (MdEP, Fraktion Die Grünen [...] weiterlesen
- Gespräch mit einer jesidischen Familie in Deutschland: »Wenn man weiß, dass einem Schutz zusteht, dann darf man nicht aufgeben« 03.08.2026 Aus den News von Pro Asyl: Zwölf Jahre nach dem Genozid an den Jesid*innen im Irak erzählt eine Familie von Angst, Flucht und einem jahrelangen Kampf um Sicherheit in Deutschland. Ihr Asylantrag wurde zunächst abgelehnt. Heute darf sie bleiben – die Mutter macht eine Ausbildung, der Vater arbeitet, die Kinder bauen sich eine Zukunft auf. Am 3. August 2026 jährt sich zum zwölften Mal der Genozid an den Jesid*innen. 2014 überfiel der sogenannte Islamische Staat (IS) die Region [...] weiterlesen
- Neue Fachinformation zu aktuellen gesetzlichen Verschärfungen beim Arbeitsmarktzugang für geduldete Personen 30.07.2026 Aus Aktuell des Flüchtlingsrates NRW: ... Eine neue Fachinformation von Claudius Voigt (Projekt Q, GGUA Flüchtlingshilfe) vom 29.07.2026 ordnet die aktuellen gesetzlichen Verschärfungen beim Arbeitsmarktzugang für geduldete Personen übersichtlich ein. Der Beitrag erläutert die Ausweitung der Arbeitsverbote auf neu definierte „sichere Herkunftsstaaten“ sowie die komplexen Stichtags- und Übergangsregelungen für die [...] weiterlesen
- Schutz für zugewanderte Fachkräfte gestärkt: Neuregelung bei vorzeitiger Arbeitslosigkeit von Fachkräften 29.07.2026 Aus Aktuell des Flüchtlingsrates NRW: Mit der Veröffentlichung des Gesetzes zur Weiterentwicklung der Digitalisierung in der Migrationsverwaltung im Bundesgesetzblatt wird der Schutz für zugewanderte Fachkräfte bei einem unvorhergesehenen Jobverlust gestärkt. Der neue Absatz 5 des § 18 AufenthG setzt Vorgaben der EU-Richtlinie 2024/1233 um und schreibt vor, dass ein Aufenthaltstitel nach Beendigung des [...] weiterlesen
- KI-Einsatz bei Asylverfahren ist gefährliche Weichenstellung: NGOs warnen 29.07.2026 Heute hat das Bundeskabinett den Regierungsentwurf für den Einsatz von KI in Asylverfahren beschlossen. Es sei ein weiterer wichtiger Baustein, Deutschland moderner und digitaler aufzustellen und beruhe auf den im November 2025 beschlossenen Eckpunkten zum Einsatz künstlicher Intelligenz in Visumverfahren und der Migrationsverwaltung. Damit sollen asyl- und aufenthaltsrechtliche Verwaltungsverfahren effizienter, einheitlicher und sicherer gestaltet werden. (Bundesregierung) [...] weiterlesen
- Erneuter Abschiebeflug nach Afghanistan 29.07.2026 Wie bereits befürchtet, startete am Dienstagmorgen von Leipzig/Halle aus ein weiterer Abschiebeflug, der 31 Männer nach Kabul transportierte. Unter den abgeschobenen vorbestraften "schweren und schwersten Straftätern" „ein ausreisepflichtiger afghanischer Staatsangehöriger, der keine Verurteilung als Straftäter zu verzeichnen hat“ (Sprachgebrauch Dobrindt). Der CSU-Politiker Dobrindt verteidigte die Abschiebung eines nicht straffällig gewordenen Afghanen. "Wir haben in den [...] weiterlesen
Forum : international
- Marokko fordert Rückführung - Was wird aus den Kindern von Ceuta? 13.08.2026 Marokko fordert von Spanien die Rückführung der 1600 unbegleiteten Minderjährigen, die Ende Juli über das Wasser nach Ceuta gelangt waren und nun dort in Obhut verlieben sind. Der marokkanische Justizminister Abdellatif Ouahbi stellte klar, dass sein Land nicht bereit sei, seine Kinder und Jugendlichen im Stich zu lassen. Auf den Kanaren gibt es schon länger Erfahrungen mit der Frage, ob minderjährige Alleinreisende nach Marokko zurückgeschickt werden sollten, so wie es die [...] weiterlesen
- EU-Amtsblatt: Schutzstatus für nach 5. August 26 eingereiste wehrfähige Männer aus der Ukraine ausgeschlossen 11.08.2026 Aus Aktuell des FRNRW: ... Der Rat der Europäischen Union hat mit dem am 4. August 2026 im Amtsblatt der EU veröffentlichten Beschluss (ABl. EU L 2026/1912) den vorübergehenden Schutz für Vertriebene aus der Ukraine bis zum 4. März 2028 verlängert. Für ab dem 5. August 2026 neu eingereiste Männer im Alter zwischen 23 und 60 Jahren gilt der Schutz jedoch als [...] weiterlesen
- Dublin-Abschiebungen: PRO ASYL zum Streit um Rückführungen von Geflüchteten nach Italien - Schutzsuchende sind keine europäische Verschiebemasse 11.08.2025: Pressemitteilung von Pro Asyl: Der Fall einer Somalierin, über deren Dublin-Überstellung nach Italien nun gestritten wird, legt ein grundsätzliches Problem offen: Deutschland will Menschen nach Italien zurückschicken, Italien blockierte die Rücknahme seit 2022 weitestgehend und Ministerpräsidentin Giorgia Meloni fordert nun gar „Kompensation“ für von NGOs [...] weiterlesen
- Nach Ceuta II: Anscheinend nie genug Abschottung und Barrieren 10.08.2026 10 Tage, eine Woche später. Einige Politiker*innen sind eifrig bemüht, das Thema "unkontrollierte Migration" nicht so schnell aufzugeben. Wieder macht sich Weber als Wortführer der (auch Extrem-)Rechten einen Namen und nutzt dankbar die Veröffentlichungsgelegenheiten der Presse. Sowohl Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen als auch die Innenminister der EU haben die Sicherung der EU-Außengrenzen in den Mittelpunkt gestellt. Es müsse mehr getan werden, um die [...] weiterlesen
- Pro Asyl: Über 140 Tote in Ceuta: Europa verrät seine Menschlichkeit 06.08.2026 Aus den News von Pro Asyl: In den letzten Julitagen kamen zehntausende Menschen von Marokko aus schwimmend oder über die Landgrenze in die spanische Exklave Ceuta in Nordafrika. Über 140 Menschen starben. Eine menschliche Tragödie. Doch für Trauer ist kaum Raum, stattdessen überbieten sich EU-Politiker*innen in ihrem Ruf nach noch mehr Abschottung. Es waren beispiellose Stunden in Ceuta, der spanischen Exklave in Nordafrika, Ende Juli 2026. Innerhalb kurzer Zeit [...] weiterlesen
- Ceuta - Nach dramatischen Tagen 05.08.2026 Wie so oft nach einer akuten Ausnahmesituation beeilen sich überwiegend rechts und rechtsextreme Kräfte, das Geschehene für sich zu nutzen und weitere Abschottung auf den Weg zu bringen. Die Menschen sind dabei egal. Was wird aus denen, die voller Hoffnung ankamen und sofort zurück geschickt wurden? Aus denen, die Tote betrauern müssen? Aus den Kindern, die allein blieben? Mehr als tausend sollen es sein... Eine Auswahl weiterer Zitate: ... nach dem Motto: „Erst wird eine [...] weiterlesen
- Verschollen auf der Balkanroute: »Diese Ungewissheit ist wie Folter« 31.07.2026 Aus den News von Pro Asyl: Im Jahr 2021 begab sich der 15-jährige Amir aus Afghanistan auf die Flucht nach Europa. In Serbien reißt seine Spur ab. Er soll im Grenzfluss Drina zwischen Serbien und Bosnien und Herzegowina ertrunken sein. Seine Leiche wurde jedoch nie gefunden. Amirs Eltern erzählen, warum die Ungewissheit quälender ist als der Tod. Erinnert Ihr Euch daran, wie alles begann? War es Amirs eigene Idee, das Land zu verlassen? Aimal Khan (Vater): Amir ist am [...] weiterlesen
- Tod an Europas Grenzen: Ohne jede Spur – vom Sterben und Verschwinden auf der Balkanroute 03.08.2026 Aus den News von Pro Asyl: Jedes Jahr sterben Geflüchtete auf der Balkanroute. Sie ertrinken, erfrieren, verunglücken. Viele dieser Todesfälle bleiben unsichtbar. KlikAktiv, eine serbische Partnerorganisation von PRO ASYL, hat nun untersucht, was mit Menschen geschieht, die auf der Flucht sterben – und mit ihren Familien zu Hause, die oft im Ungewissen bleiben. Für viele geflüchtete Menschen ist Serbien die letzte Hürde auf ihrem Weg in die Europäische Union. Viele von ihnen [...] weiterlesen
- 72 Tote in Ceuta - Blick auf Stimmen zu dramatischen Tagen 03.08.2026 Drei Tage nach den schwerwiegenden Ereignissen von Ceuta steigt die Zahl der Toten noch. Heute wird die Zahl der geborgenen Leichen mit 72 verbreitet, mit dem Zusatz, dass weiter an der Küste nach angespülten Todesopfern gesucht wird. Zahlreiche Menschen werden noch vermisst. Das sollte Anlass sein zum Innehalten, zum Trauern um junge Leute aus Marokko oder Krisen- und Kriegsgebieten in Subsahara-Afrika, die offenbar ein Verbleiben in Perspektivlosigkeit und Armut mehr fürchten [...] weiterlesen
Neu in den aktuellen Zitaten - Geschehen auf Fluchtwegen, Seenotrettung
- hier gekürzt -
13.08.2026 Bericht Kurier (Österreich) Fluchtroute über Libyen 327 Migranten binnen zwei Tagen vor Kreta und Gavdos gerettet ... Vor der Südküste der griechischen Insel Kreta sind am Donnerstag 87 Migranten gerettet worden. Sie waren auf zwei Booten etwa 21 Seemeilen (rund 39 Kilometer) südlich und südöstlich des Hafenorts Kali Limenes unterwegs, wie die Küstenwache mitteilte. Ein Flugzeug der EU-Grenzschutzagentur Frontex hatte die Boote entdeckt. Bereits am Mittwoch waren vor der Südküste Kretas und der Insel Gavdos rund 240 Migranten bei fünf Einsätzen in Sicherheit gebracht worden. ...
10.08.2026 Ceuta: Die Zahlen wurden noch einmal aktualisiert: 140 Tote, 1600 unbegleitete Minderjährige in Ceuta...
09.08.2026 Bericht Tagesschau EU-Außengrenze in Lettland Wo sich Ceuta nicht wiederholen soll Was in Ceuta im großen Stil geschah, kennt man auch an anderen EU-Außengrenzen - die Steuerung von Migration, mutmaßlich als Druckmittel. Lettland hat deshalb seine Grenze zu Belarus massiv verstärkt. Was erleben Grenzschützer dort? ... Jeden Tag sind Mukans und seine Kollegen vom lettischen Grenzschutz an der Grenze zu Belarus unterwegs. Der Zaun ist inzwischen so massiv, dass nur noch wenige Migranten versuchen, ihn zu durchschneiden. Dafür werden in letzter Zeit immer mehr Tunnel gegraben. In den ersten sieben Monates des Jahres haben die lettischen Behörden fast 9.000 versuchte Grenzübertritte registriert. ...
05.08.2026 nd-Bericht EU rüstet Küstenwachen der Mittelmeernachbarn massiv auf Nicht-EU-Staaten am Mittelmeer erhalten aus Brüssel Schiffe und Ausrüstung zur Grenzüberwachung. Besonders viele Mittel flossen in die Türkei. Die Europäische Union unterstützt nicht nur Libyen und Tunesien, sondern auch die Türkei und andere Mittelmeeranrainer massiv beim Aufbau ihrer maritimen Grenzüberwachung. Das geht aus einer Präsentation der EU-Kommission in der sogenannten Europäischen Kontaktgruppe für Seenotrettung hervor, die am Dienstag online gestellt wurde. Demnach erhielten auch Marokko, Ägypten und der Libanon umfangreiche Unterstützung, etwa in Form von Booten, technischer Ausrüstung und Ausbildung für Küstenwachen und Marinen. Tunesien: Boote und Überwachungssystem ... Libyen: Container-Leitstelle mit Turm ... Ägypten: Schiffe, Drohnen und Ausbildung ... Marokko und Libanon: Geld für Grenzmanagement ... Kritik von deutschen Seenotrettungs-NGOs ... Neues Drohnenprojekt von Frontex ...
04.08.2026 Über 90 Leichen wurden in Ceuta geborgen. Die meisten der 72.000 hauptsächlich jungen Marokkaner sind bereits wieder in ihre Heimat zurückgekehrt. Unter den nach Schätzung der Regionalregierung 3000 bis 5000 Migranten, die in Ceuta geblieben sind, befindet sich eine beträchtliche Anzahl von Menschen aus anderen Ländern, darunter Sudanesen, die aus ihrem vom Krieg zerrütteten Land geflohen sind, Palästinenser aus dem Gazastreifen und Afghanen sowie Menschen aus mehreren afrikanischen Staaten... Rund 820 unbegleitete Minderjährige werden nur notdürftig versorgt.
siehe unsere Forumbeiträge Ceuta - Nach dramatischen Tagen vom 05.08.2026 und 72 Tote in Ceuta - Blick auf Stimmen zu dramatischen Tagen vom 03.08.2026 und ff
31.07.2026 Tagesschau: EU bietet Spanien Hilfe an In Ceuta spitzt sich die Migrationslage zu. Die EU bietet Spanien Hilfe an, Italiens Ministerpräsidentin sieht europäische Grenzen bedroht und erwägt, das Schengen-Abkommen auszusetzen. Frankreich will seine Grenzkontrollen verschärfen. ... EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bezeichnete die Bilder aus Ceuta als "inakzeptabel". Auf X schrieb sie: "Wir können nicht zulassen, dass jemand in die EU kommt, ohne sich an unsere Regeln zu halten." Gefährliche Überfahrten müssten sofort gestoppt und Schleusernetzwerke aufgedeckt werden. ... "Ich begrüße daher die spanische Absicht, die illegalen Migranten nicht auf den europäischen Kontinent zu lassen", sagte Merz weiter. "Von Marokko erwarten wir, dass sie die illegalen Migranten unverzüglich wieder zurücknehmen." ... Verschiedene Medien berichten, dass binnen weniger Tage Zehntausende Menschen in Ceuta angekommen sind. Mindestens 18 Menschen ertranken...
30.07.2026 welt.de: Schwimmend nach Ceuta „Aufnahmezentren zusammengebrochen“ – Spanische Exklave erlebt ungewöhnlichen Migranten-Ansturm Mehr als 1500 Migranten haben die EU-Außengrenze in den vergangenen Tagen auf dem Meerweg überquert. Hunderte Migranten schlafen vor einem überfüllten Aufnahmezentrum. Vor allem die vielen Minderjährigen stellen die Stadt Ceuta vor Probleme... ZEIT: ... Hunderte Migranten sind auf dem Seeweg aus Marokko in der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika angekommen. In den vergangenen Tagen seien etwa 1.500 Menschen nach Ceuta geschwommen, sagte der Präsident des Gebiets, Juan Jesús Vivas. Zugleich meldete die amtliche spanische Nachrichtenagentur Efe die Ankunft von Hunderten Jugendlichen, die über den Grenzzaun zwischen Marokko und Ceuta kletterten. ...
30.07.2026 FR: Tragödie im Ärmelkanal: Vier Migranten sterben bei Überfahrt nach Großbritannien ... Drei Frauen erlitten Herzinfarkte, nachdem ihr Boot vor der Küste von Dünkirchen gestartet war. Sie wurden nach Angaben der Behörden bewusstlos an Bord aufgefunden und sofort an Land gebracht... Ein vierter Migrant – ein Mann – starb, als sein Schlauchboot in einem separaten Vorfall vor der Küste von Dannes in Schwierigkeiten geriet... Die Todesfälle ereigneten sich einen Tag, nachdem rund 700 Migranten in kleinen Booten den Ärmelkanal überquert hatten. ...
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